Stadtrundfahrt Sankt Petersburg - die kürzere Stecke

 

Auf dieser Seite finden Sie:

 

  1. Der Ablauf einer Stadtrundfahrt in Sankt Petersburg - nicht die große Strecke
  2. Die Öffnungszeiten der Peter Paul Festung in Sankt Petersburg
  3. Einen Link zu unserem Blockthema "Haseninsel"
  4. Die Peter Paul Festung - hier begann die Geschichte Sankt Petersburgs!
 

Der Ablauf einer Stadtrundfahrt in Sankt Petersburg- nicht die große Stecke

Unsere Kleingruppentouren dauern mit 6 bis 7 Stunden nicht so lange wie unsere individuellen Touren. Da noch einige Besichtigungen durchgeführt werden, ist es nicht möglich eine große, sehr umfangreiche Stadtrundfahrt durchzuführen.

 

Unbedingt möchten wir die kleine Stadtrundfahrt empfehlen, weil unsere Reisegäste die wichtigsten Sehenswürdigkeiten unserer Stadt sehen.

 

Wie auch unsere große Stadtrundfahrt, beginnen wir unsere Tour oft schon im Passagierschiffhafen, da wir unsere Hotelgäste bereits zuvor abgeholt haben.

 

 

Der neue Passagierschiffhafen auf der Wassiljewski-Insel ist für unsere Reisegäste genau so interessant wie das neue Fußballstadion und den noch im Bau befindlichen Gasprom-Tower welchen wir aus der Entfernung sehen.

 

Unser Weg führt uns vorbei an alten in der Sowjetzeit erbauten und an neuen, sehr modernen Wohnhäusern in Richtung Zentrum. Die größte Insel Sankt Petersburgs ist geprägt von Wohnhäusern und in Richtung Zentrum immer mehr von Industrieanlagen.

 

In der Nähe zum Zentrum und zur Newa überwiegen dann die historischen Gebäude. Am Englischen Ufer, zeigt sich Sankt Petersburg wie gewünscht als Hafenstadt. Oft liegen hier weitere Passagierschiffe, wie die Deutschland oder die Europa. Unsere Fahrt führt uns an der Uferstraße der Newa entlang. Ständig liegt hier ein U-Boot, welches auch besichtigt werden kann. Auf der gegenüberliegenden Seite der Newa, ist das ehemalige Wohnhaus des von 1859 bis 1862 hier lebenden deutschen Gesandten Otto von Bismarck.

 

Neben der Blagoweshchenskiy-Brücke machen wir unsere erste Fotopause. Attraktion an dieser Stelle sind die Sphnixes-Figuren und die Aussicht auf unsere Newa. Das helle Gebäude im Hintergrund ist die Akademie der Künste.

 

Weiter geht es entlang der Newa, am Menschikow-Palast vorbei in Richtung Zentrum. Bevor wir zu den beiden Leuchttürmen kommen, passieren wir noch die Kunstkammer.

Die Spitze der Vasilievsky-Insel ist ein idealer Platz für die nächste Fotopause. Die beiden Leuchttürme oder auch Rostrasäulen sind hier die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Zusätzlich haben wir eine tolle Aussicht zur Peter Paul Festung und zur Eremitage. Auch das alte Börsengebäude ist prägend für diesen Platz.

 

Nach dieser Fotopause fahren wir über die Palastbrücke in Richtung Zentrum. Vor uns liegen der Winterpalast und die Admiralität. Wie groß die Admiralität ist, erkennen wir erst nachdem wir nach rechts abgebogen sind und zwischen der Uferstraße und der Admiralität in Richtung eherner Reiter fahren. Früher wurde dieser Platz genutzt um Schiffe zu bauen, heute beherbergt die Admiralität eine Marineschule.

 

Nachdem wir den Dekabristenplatz mit dem ehernen Reiter passiert haben, kommen wir zur Isaakkathedrale. Gleich hinter der Kathedrale halten wir auf dem Isaaksplatz neben dem Denkmal für Nikolaus I. Hier befinden wir uns im Zentrum Sankt Petersburgs. Die Isaakkathedrale, das Rathaus, die blaue Brücke sind nur einige unter vielen Sehenswürdigkeiten in diesem Bereich.

 

Im Gegensatz zur großen Stadtrundfahrt, fahren wir jetzt nicht in Richtung Theaterplatz. Da wir die kleinere Tour gewählt haben, ist unser Ziel nun der Newski Prospekt.

An dieser Stelle, würde die längere Stadtrundfahrt in eine andere Richtigung führen, wie die nun vorgestellte mittlere oder auch kürzere Strecke.

Da die weitere Strecke, sehr unterschiedlich gewählt werden kann, möchte ich Ihnen einen möglichen Verlauf vorstellen. Außerdem ist der weitere Verlauf der Strecke auch von den noch geplanten Besichtigungen abhängig.

 

Wenn der Besuch des Peterhofer Parkes geplant ist, so würden wir eine andere Strecke planen, als wenn die Besichtigung der Peter Paul Festung vorgesehen ist.

In unserem Beispiel nehmen wir den kürzesten Weg zum Newski-Prospekt. Da wir uns im oberen Teil des Newski-Prospektes befinden, befahren wir den wichtigeren Teil der Straße bis zum Platz des Aufstandes und betrachten uns zunächst die rechte Straßenseite.

 

Auf diesem Weg überqueren wir den Moika-Kanal, mit den Stroganow-Palast, kommen vorbei an der Kasaner Kathedrale überqueren den Griboyedov-Kanal, sehen das alte Kaufhaus Gostiny Dwor, die Nationalbibliothek, das Denkmal für Katharina der Großen, fahren am Anitschkow Palast vorbei, überqueren die Anitschkow – Brücke. Dann kommen wir am Restaurant Palkin vorbei, welches eines der teuersten Restaurants unsere Stadt ist.

 

Den Platz des Aufstandes erkennen wir am Kreisverkehr. In der Mitte des Platzes steht eine Siegessäule, ein 36 m hoher Obelisk. Außerdem befindet sich hier unübersehbar die gleichnamige Metrostation und der Moskauer Bahnhof. Die Bahnhöfe in Sankt Petersburg sind nach ihren Reiserichtungen benannt.

 

Nun nutzen wir den Kreisverkehr, um noch einmal die gleiche Strecke zurück zu fahren und die andere Straßenseite des Newski-Prospektes zu betrachten.

 

 

Gleich an der Metrostation befindet sich in einem historischen Gebäude das schwedische Kaufhaus Stokmann.

 

Nachdem wir wieder den Fontanka-Kanal überquert haben, liegt in Höhe des Denkmals für die Zarin Katharina das historische Delikatessengeschäft Jelissijew, welches im Jugendstil auf der Welt einzigartig sein dürfte.

 

 

Kaum von der Straße aus zu erkennen, ist das historische Kaufhaus Passage und das Kaufhaus Grand Pallas.

 

 

Am Grand Hotel Europe Belmond, biegen wir nach rechts ab. Hinter dem Hotel liegt der Platz der Künste, auf dem ein Puschkin-Denkmal steht.

 

Da wir uns am Haupteingang des Russischen Museums, am Michael-Theater und gleichzeitig am großen Saal der Philharmonie befinden, ist dieser Ort für eine Fotopause geeignet.

 

 

Nun sind wir schon fast am Griboyedow-Kanal und an der Blutskirche.

 

 

Im Zentrum unserer Stadt können wir nun unsere Rundfahrt fortsetzen oder eine Besichtigung durchführen.

 


Die Peter Paul Festung

Die Öffnungszeiten der Peter Paul Festung in Sankt Petersburg.

 

Die Festungsanlage ist von 6:00 Uhr bis 20:00 Uhr, auch an den Wochenenden und Feiertagen geöffnet.

Der Eintritt ist frei.

 

 

Die Öffnungszeiten der

Peter und Paul Kathedrale.

 Montag 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Dienstag 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Mittwoch

10:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Sommer geöffnet

(übrige Jahreszeiten, am Mittwoch Ruhetag)

Donnerstag 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Freitag 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Samstag 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Sonntag 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Die Stadtrundfahrt in Sankt Petersburg mit Besichtigung der Peter Paul Festung

Die Stadt Sankt Petersburg wurde im Jahr 1703 auf dem Gebiet der Peter Paul Festung gegründet.

 

Diese Insel war der Ausgangspunkt für unsere 5 Millionen-Metropole.

In unserem Block haben wir einen kleinen Text, über die Entstehung der Stadt von einer kleinen Insel, ursprünglich der Haseninsel mit einer Festung, die "Peter-Paul-Festung" zu einer Großstadt aufgeschrieben.

Die Peter Paul Festung - hier begann die Geschichte Sankt Petersburgs!

Die Peter-Paul-Festung hatte in den ersten Jahren den Namen

Sankt Petersburger Festung. Hier war ursprünglich der Gründungsort, welchen Peter der Große für seine neue Stadt wählte.

Diese wurde für mehr als zwei Jahrhunderte Hauptstadt des mächtigen Imperiums.

Am 13.05.1703 wurde im Feldbuch von Peter dem Großen die Grundsteinlegung vermerkt. Damals erhielt die Festung den Namen Sankt Piterburch. Den Namen Peter-Paul-Festung erhielt sie nach der Holzkirche der Apostel Peter und Paul, weil diese auch auf der Insel errichtet wurde.

Ursprünglich wurde Jahr 1323 von Nowgoroder Bürger eine Festung mit dem Namen Oreschek gegründet. Die Festung welche auch unter dem Namen Noteburg bekannt ist, befand sich am Lodoga See, wo die Newa entspringt.

 

Von dort aus setzte sich das russische Herr unter Führung des Generalfeldmarschalls, des Bojaren Boris Scheremetew der Newa entlang in Richtung des Finnischen Meerbusens in Bewegung.

 

Am 01.05.1703 kapitulierte die schwedische Festung Nienschanz an der Mündung von Newa und Ochta. Am 07.05.1703 griffen russische Truppen, welche nur Ruderboote hatten, die schwedischen Schiffe auf der Newa an. Bei diesem Gefecht eroberten die Russen zwei schwedische Fregatten.

Nach diesem Sieg über die schwedischen Truppen, hielt Peter der Große einen Kriegsrat ab. Bei diesem wurde vom Militär beschlossen, die Festung Nienschanz nicht auszubauen, sondern eine neue Festung an einer günstigeren Stelle zu errichten.

 

Für diesen Festungsneubau wurde die Haseninsel gewählt, weil dort die Newa sehr breit war.

Die Planung und Durchführung des Festungsbaues leitete Peter der Große persönlich. Es sollten die ursprünglichen Umrisse der Insel für den Bau genutzt werden.

 

Die Festung sollte sechs Bastionen haben, mit verbindenden Kurtinen. Diese sollten direkt am Newa-Ufer stehen und diese Festung unbezwingbar gegen Landtruppen und Artillerie machen. Fünf von den sechs Bastionen erhielten die Namen der Mitstreiter Peter I., die sechste Bastion erhielt zu Ehren Peter I. den Namen Herrscher-Bastion. So wurde der erste Bau aus Holz und Erde errichtet.

Schon am 30.05.1706 begann unter der Leitung des Architekten Domenico Trezzini der Austausch in Ziegel- und Steinmauern.

40.000 Pfähle wurden in den sumpfigen Untergrund gerammt. Diese Bauarbeiten wurden erst im Jahr 1740 abgeschlossen.

 

Domenico Trezzini (1670 - 1734) hat in Sankt Petersburg noch weitere Gebäude errichtet. Beispiele sind die Peter und Paul Kathedrale, der Sommergarten und das Sommerschloß Peter des Großen.

Als erster Architekt Sankt Petersburgs prägte Domenico Trezzini den „Petrinischen“ Baustil.

 

Zuvor arbeitete der in der Schweiz geborene Trezzini viele Jahre am Hofe des dänischen Königs. Daher erklärt sich auch ein Einfluss der europäischen Architektur, mit fast flachen Fassaden, hohen Dächern und Spitzen.

 

Es ist bekannt, dass es umfangreiche Verhandlungen mit dem Architekten gab, um diesen für Arbeiten in Sankt Petersburg zu gewinnen. Trezzini kam im Jahr 1703 nach Sankt Petersburg und verließ die Stadt bis zu seinem Tode nicht mehr.

Die Festungsbastionen haben eine Breite von zwanzig Meter und bestehen aus zwei Mauern. Die Außenmauer hat eine Breite von acht Meter und die Innenmauer von zwei Meter. Dazwischen nahem die Kasematten den Platz für die Geschütze, die Munition und für die Unterbringung der Garnison ein.

 

Schon in den ersten Jahren, wurden die Kasematten auch als Gefängnis genutzt.

 

Auch der Thronfolger Alexej wurde hier inhaftiert. Die Festung wurde im Volksmund auch russische Bastille genannt.

Überschwemmungen und das sehr feuchte Klima, schonten die Mauern der Festung nicht. Auf der Newaseite wurde in den Jahren von 1770 bis 1780 eine 700 m lange Granitverkleidung angebracht.

Die Peter und Paul-Kathedrale besichtigen wir natürlich auch!

Das bedeutendste Bauwerk auf der Festung ist die Peter und Paul Kathedrale 1712 – 1733. Dieser Bau missfiel damals der rechtgläubigen russischen Kirche. Erst die Zarin Jelisaweta Petrowna förderte diese Tradition wieder.

Ursprünglich wurde eine Holzkirche an dieser Stelle errichtet. Im Todesjahr Peter des Großen standen nur die Grundmauern der zukünftigen Kirche.

 

Im Plan der Peter und Paul Kathedrale ist eine dreischiffige Basilika mit einem Glockenturm verzeichnet, der im westlichen Teil eine Spitze und über dem östlichen Altarteil eine Kuppel trägt.

Mit seiner gekrönten Spitze in Gestalt eines fliegenden Engels und einem Kreuz in der Höhe von 122,5 m gilt die Peter und Paul Kathedrale, heute noch als höchstes Gebäude Sankt Petersburgs.

 

Im Jahr 1768 zerstörte ein Brand das ursprüngliche Außendekor. Der West- und Südeingang erhielt Portiken, welche nicht den ursprünglichen Plänen entsprachen.

Entgegen den Grundsätzen der russischen Kirchenarchitektur, gibt es in der Kathedrale, keine den Altar verdeckenden Wand, sondern ein durchbrochen geschnitztes Tor, was die Ikonostas mit dem Schnitzwerk der Skulpturen zeigt.

Da diese Kathedrale für die russische Kirche keine besondere Bedeutung als Gotteshaus hatte, wurde diese schon frühzeitig zur Begräbnisstätte der Romanow-Dynastie umgewandelt wurde. Als erster Zar wurde hier Peter der Große beigesetzt.

Hier gelangen Sie zu unsem Katalog für Ausflüge in Sankt Petersburg.

 

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