Die Peter Paul Festung, dass ist Sankt Petersburg im Jahr 1703. So begann sich unsere Stadt ab dem Jahr 1703 zu entwickeln.
Unsere Gäste erfahren bei dieser Stadtrundfahrt, wie sich diese Insel zu einer 5 Millionen-Metropole im Laufe der letzten 3 Jahrhunderte entwickelte.
Diese Tour St. Petersburg haben wir auch in unsere Tagespaket 3 für 1 Tag Stadtrundfahrt und Peterhof eingebunden.
Hier kommen sie zur Katalogübersicht.
In unserem Block haben wir einen kleinen Text, über die Entstehung der Stadt von einer kleinen Insel, ursprünglich der Haseninsel mit einer Festung, die "Peter-Paul-Festung" zu einer Großstadt aufgeschrieben.
Die Peter-Paul-Festung - ursprünglich Sankt Petersburger Festung - ist nicht nur ein interessantes Baudenkmal, sondern auch für Sankt Petersburg der wichtigste historische Platz. An diesem Ort gründete Peter I. die Stadt, der es bevorstand, im Laufe von mehr als zwei Jahrhunderten zur Hauptstadt eines mächtigen Imperiums zu werden.
Der Grundstein zur Festung, wurde im "Feldbuch" von Peter I. vermerkt, am 13.05.1703 gelegt und erhielt damals den Namen "Sankt Piterburch". Aber schon bald darauf nannte man sie Peter-Paul-Festung - nach der Holzkirche der Apostel Peter und Paul, welche man zuvor auf diesem Territorium errichtet hatte.
Die als unbezwingbarer Fortifikationsbau errichtet und niemals vom Feind angegriffene Festung, wurde im Zentrum von Sankt Petersburg zu einer gigantischen Gedenkstätte für seinen Erbauer.
Im Oktober 1702 gelang es russischen Truppen den Schweden die Festung Noteburg zu entreißen, die bereits im Jahr 1323 von den Nowgorodern unter den Namen Festung Oreschek gegründet worden war. Die Festung Noteburg befand sich am Ladoga See, dort wo die Newa entspringt. Von hier aus setzte sich das russische Herr unter Führung des Generalfeldmarschalls, des Bojaren Boris Scheremetew der Newa entlang in Richtung des Finnischen Meerbusens in Bewegung. Bereits am 01.05.1703 kapitulierte die schwedische Festung Nienschanz die an der Mündung von Newa und Ochta lag. Am 07.05.1703 griffen die russichen Truppen, welche nur Ruderschiffe hatten, die schwedischen Schiffsgeschwader an. Bei diesem Gefecht eroberten die Russen zwei schwedische Fregatten.
Nach diesem Sieg der russischen Truppen über die Schweden, hielt Peter I. einen Kriegsrat ab. Bei diesem wurde beschlossen die Festung Nienschanz nicht zu befestigen, sondern eine neue Festung Flußabwärts der Newa, an einer mehr geschützten Stelle zu errichten. Für den Festungsbau wählte man die kleine Haseninsel, dort wo die Newa ihre maximale Breite erreicht. Vor ihrer Mündung in den Finnischen Meerbusen teilt sich die Newa in zwei Gewässer, die in der Folgezeit die Namen "Große Newa" und "Kleine Newa" bekamen.
Unser Unternehmen ist spezialisiert auf individuelle Führungen in Sankt Petersburg. Sollten Sie eine Gruppe von Reisegästen sein, so erstellten wir Ihnen gern ein Angebot für Ihre Gruppenreise nach Sankt Petersburg. Neben der Organisation und Durchführung der Ausflüge, beantragen wir das Visum für Sie, buchen die Flüge und das Hotel.
Der ursprüngliche Plan war, die natürlichen Umrisse der Insel für den Festungsbau zu wiederholen, diesen Plan stellte Peter I. persönlich zusammen. Seiner Idee nach sollte es eine Bastionsfestung werden. Die Festung sollte sechs Bastionen haben, mit verbindenden Kurtinen. Diese sollten direkt am Newa-Ufer stehen und diese Festung unbezwingbar gegen Landtruppen und Artillerie machen. Fünf von den sechs Bastionen erhielten die Namen der Mitstreiter Peter I., die sechste Bastion erhielt zu Ehren Peter I. den Namen Herrscher-Bastion. Die ursprünglichen Wände der Bastionen und Kurtinen wurden aus Holz und Erde errichtet.
Doch bereits am 30.05.1706 begann auf dem pfählernen Grund (etwa 40.000 Pfähle wurden eingerammt) unter der Leitung von Domenico Trezzini die Auswechslung der Holzwände in Ziegel- und Steinmauern. Erst im Jahr 1740 wurden diese Bauarbeiten beendet.
Domenico Trezzini (1670 - 1734) hat in der frühen Sankt Petersburger Geschichte eine außerordentlich große Rolle gespielt. Das Gebäude der Zwölf Kollegien (heute Gebäudekomplex der Universität), die Peter Paul Kathedrale, der Sommergarten und das Sommerschloß Peter I. sind einige Beispiele in der Reihe der von ihm verwirklichten Projekte in Sankt Petersburg.
Domenico Trezzini war der erste Architekt in Sankt Petersburg und prägte in vielen Zügen den Baustil mit dem Namen Petrinisches oder auch des frühen Barocks.
Der Italiener wurde in der Schweitz geboren und arbeitete einige Jahre am Hofe des dänischen Königs. Daher stammt womöglich, dass für Trezzini so typische Zusammenspiel von Elementen des französischen Barocks mit den Besonderheiten der nordeuropäischen Architektur - fast flache Fassaden, hohe Dächer und Spitzen. Es bedurfte langer Verhandlungen, um Trezzini für die Arbeiten in Sankt Petersburg zu gewinnen. Er kam im Jahr 1703 nach Sankt Petersburg und verließ die Stadt nicht mehr bis zu seinem Tode.
Die Kurtinen und Bastionen der Peter Paul Festung haben eine Breite von zwanzig Meter und bestehen aus zwei Mauern. Die Außenmauer welche eine Breite von acht Meter erreicht und die Innenmauer mit einer Breite von zwei Meter. Den Raum zwischen den beiden Mauern nahmen die Kasematten ein, die zum aufstellen der Geschütze, zum aufbewahren des Munitionsvorrates und zur Unterbringung der Garnison bestimmt waren.
Diese Kasematten begann man bereits in der Petrinischen Zeit als Gefängnis zu nutzen, dessen erster Häftling der Sohn Peter I. der Thronfolger Alexej war. Alexej war Anführer, der gegen Reformen Peter I. gerichtete politischen Oppositionsbewegung. In der Folgezeit erhielt die Peter Paul Festung den Namen russische Bastille, da die Bastille in Frankreich ebenfalls Festung war und auch als Gefängnis diente.
In die Festung gelangte man zum Beispiel durch das Haupttor, das östliche Petrowski-Tor. Dem ursprünglich von Trezzini projektierten Tor aus Holz schmückten Basreliefs, welche die göttliche Weihung des Festungsbaues symbolisierten. Bei einem Umbau des Holztores mit Steinelementen in den Jahren von 1717 bis 1718 sind diese unikalen Basreliefs erhalten geblieben.
In den Jahren von 1730 bis 1740 erhielt die Peter-Paul-Festung Verstärkungsbauten der Festungsanlage von der Ost- und von der Westseite. Von Osten die steinerne Raveline den Ioann-Ravelin zu Ehren des Zaren Iwan V. Alexejewitsch, des älteren Bruders Peter I. und von Westen den Alexej-Ravelin, zu Ehren des Zaren Alexej Michailowitsch, des Vaters Peter I.
Die Überschwemmungen und das feuchte Klima schonten nicht die von Trezzini errichteten Ziegelsteinmauern. In den Jahren 1770 bis 1780 bekam die Newaseite eine 700 m lange Granitverkleidung.
Für Ihre Städtereise in Sankt Petersburg sollten Sie unbedingt ein Besuch
der Peter-Paul-Festung einplanen.
Ein Schwerpunkt unserer Tour ist die Besichtigung der Peter-Paul-Kathedrale. Hier erfahren Sie von unserer Stadtführerin, alles über die Geschichte dieses wichtigen historischen Ortes für Sankt Petersburg.
Das bedeutenste Baudenkmal im inneren der Festung, ist die vom Trezzini projektierte und errichtete Peter-Paul-Kathedrale 1712 - 1733. Die Anlage der Kathedrale, das Interieurs und sogar die Weihung der Apostel Peter und Paul waren für die russische Kirche ungewöhnlich. Dieser Bau mißfiel der russischen rechtgläubigen Kirche. Erst unter der Regierung der Kaiserin Jelisaweta Petrowna wurden diese Traditionen in der russischen Kirchenbaukunst wiederbelebt.
Der Grundstein der Peter-Paul-Kathedrale wurde ursprünglich an dieser Stelle, durch eine Holzkirche gelegt. Dieser Bau ging damals nur langsam voran und im Todesjahr Peter I. 1725 standen nur die Mauern der zukünftigen Kathedrale. Im Plan der Peter-Paul-Kathedrale ist eine dreischiffige Basilika mit einem Glockenturm verzeichnet, der im westlichen Teil eine Spitze und über dem östlichen Altarteil eine Kuppel trägt.
Die von einer Wetterfahne gekrönte Spitze in Gestalt eines fliegenden Engels mit einem Kreuz befindet sich in einer Höhe von 122,5 m was die Peter- Paul-Kathedrale auch noch heute zum höchsten Gebäude in Sankt Petersburg macht.
Im Jahr 1768 brach in der Peter-Paul-Kathedrale ein Brand aus, bei dem das ursprüngliche Außendekor verlorenging, welches bei den Wiederherstellungsarbeiten nicht vollständig erneuert wurde. Damals bekam der West- und der Südeingang Portiken, welche nicht dem Bauprojekt Trezzinis entsprachen.
Das Interieure der Peter-Paul-Kathedrale gilt als ein Wunderwerk der Künstler, Bildhauer, Holzschnitzer und Dekorationskünstler.
Diese Bauart war für vielen Zeitgenossen Peter I. besonders frevelhaft, da die russische Kirche bis heute noch streng an Regeln festhält, nach denen sich die Gemeinde mit dem Hauptheiligtum nur an hohen Festtagen öffnen darf, wenn das Zarentor im Zentrum des Ikonostases sich feierlich auftut.
Vermutlich gab es diesen Widerspruch, weil die Peter-Paul-Kathedrale eines der bedeutensten Sankt Petersburger Baudenkmäler, von Anfang an keine besondere Bedeutung als Kirche hatte und schon bald zur Begräbnisstätte der Romanow-Dynastie umgewandelt wurde. Als erster wurde hier Peter der Große beigesetzt.
Unsere Stadtführer für Sankt Petersburg haben diesen Text für Sie zusammengestellt. Wir freuen uns auf Ihrer Fragen, bei unserer Besichtigung der Peter-Paul-Festung und der Peter-Paul-Kathedrale.
Möchten Sie mehr über den ursprünglichen Entstehungsort Sankt Petersburgs erfahren, oder möchten Sie wissen, warum diese Insel den Namen Haseninsel trägt, so nutzen Sie diesen Link Haseninsel.
Die Tour zu Festung und zur Kathedrale können wir mit einer Stadtrundfahrt oder auch mit einer Stadtführung zu Fuß in Sankt Petersburg kombinieren.
Im Jahre 1906 grenzten an der Nordseite der Kathedrale das Kirchengebäude des heiligen Alexander Newski, welches der Architekt Leonti Benois im frühen italienischen Barockstiel errichten ließ. Diese Kirche war als Ruhestätte für die Großfürsten bestimmt und ist bekannt als Großfürstengruft.
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Hier in der Peter Paul Kathedrale ruhen die sterblichen Überreste der Zarenfamilie.
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