St. Petersburg Ausflüge - Landausflüge

1. Tag die Stadtrundfahrt Sankt Petersburg mit Besichtigung der Peter-Paul-Festung und der Ermitage

2. Tag unseren Ausflug von St. Petersburg aus zum Peterhofer Park

Auf dieser Seite:

  1. Ein möglicher individueller Tourenvorschlag für unsere Reisegäste
  2. Die historische Entwicklung Sankt Petersburgs

Unser individueller Tourenvorschlag:

Um 9:30 Uhr holen wir unsere Reisegäste vom Hotel oder vom Schiff ab. Bei unserer Stadtrundfahrt, werden wir viel über die Geschichte und das heutige Leben in unserer Stadt sprechen.

 

Im Zuge unserer Stadtrundfahrt, werden wir viele Sehenswürdigkeiten sehen. Dazu zählen unter anderem die Isakkskathedrale, der Platz der Künste, die Blutskirche und natürlich der Newski Prospekt.

 

Bei den zahlreichen Fotostopps, haben unsere Gäste die Möglichkeit aus dem Auto auszusteigen und einige Meter zu laufen.

 

Ein Schwerpunkt unserer Tour ist der Besuch der Peter Paul Festung mit der Besichtigung der Peter und Paul Kathedrale. In dieser Kathedrale wurden fast alle russischen Imperatoren beigesetzt. In einem gesonderten Nebenraum, wurden vor einigen Jahren die sterblichen Überreste der Mitglieder der letzten Romanow-Familie beigesetzt.

 

Außerdem haben wir an diesem Tag noch die Besichtigung der Eremitage geplant.

 

Wenn Sie das erste Mal die Eremitage besichtigen, wählen wir einen Rundgang mit den wichtigsten Stationen. Da die Eremitage das größte Museum Russlands ist, kommen viele Gäste zum wiederholten Mal. Es gibt sehr viel zu sehen.

Am 2. Tag holen wir unsere Gäste wieder um 9:30 Uhr ab.

 

Peterhof war die Sommerresidenz der russischen Zaren. Der Park befindet sich am finnischen Meerbusen. Wir verbringen diesen Vormittag am Meer, besichtigen die Parkanlagen mit den 115 Fontänen.

 

Eine Besonderheit des Parkes, sind die Konstruktionen für die Wasser-zufuhr, welche heute noch ohne Generatoren funktionieren.

 

Für diesen Landausflug haben wir ungefähr 4 Stunden geplant.

Zu den übrigen Zarenresidenzen in Pawlowsk und in Zarskoje Selo, führen wir auch Landausflüge und kombinerte Tagesausflüge durch.

 

Gern beantworten wir Ihre Fragen! Bitte nutzen Sie unser Kontaktformular.

Oder möchten Sie zurück zur Startseite.


Die historische Entwicklung Sankt Petersburgs

Die im Jahr 1703 gegründete Stadt Sankt Petersburg im Nordwesten Russlands, liegt weit entfernt von den alten wirtschaftlichen Zentren seiner Zeit. Allerdings war diese Stadt entscheidend für die Entwicklung des russischen Landes zu einem Imperium.

In einer auf das Jahr 1110 datierten Chronik, gibt es Beschreibungen der frühmittelalterlichen Handelswege, die sich auch auf die Newa-Ufer beziehen.

In den Nowgoroder Chroniken des 15. Jahrhunderts wurde das Newa-Ufer in unserem Bereich, als unbewohntes Land mit einer unwirklich-ursprünglichen Natur beschrieben.

 

Die Newa hatte damals, für die Hanseländer als Handelsweg eine große Bedeutung. So war über die Newa der Ladogasee von der Ostsee einfach zu erreichen. Wegen seiner strategischen Position und als Handelsweg, entwickelte sich dieses Gebiet immer mehr zum Streitobjekt zwischen den RUS und Schweden.

Im Jahr 1240 besiegte der russische Fürst Alexander Jaroslawitsch, in der Newaschlacht das schwedische Herr. Dies ist nur ein Beispiel, aus dem Jahrhunderte andauernden Kampf um diese Gebiete.

 

Erst Anfang des 17. Jahrhunderts, als der RUS, durch innere und äußere Feinde geschwächt war, gelang es den Schweden einige Stützpunkte an der Newa zu errichten.

Die Schweden eroberten die russische Festung Oreschek und änderten den Namen in Noteburg um. Sie errichteten die Festung Nienschanz am Zusammenfluss von Newa und Ochta. Das eroberte Land nannten die Schweden dann Ingermanland.

 

Mit Zar Peter dem Großen, wendete sich die russische Politik diesen Konflikten zu. In den Jahren von 1700 bis zum Jahr 1721 führten die beiden Länder den nordischen Krieg. Peter der Große und seine Mitstreiter erlangten große Erfolge in dieser Auseinandersetzung. Auch die Festung Noteburg, welche zunächst den Namen Schlüsselburg und später den Namen Nienschanz erhielt, wurde wieder zurück erobert.

Erste militärische Erfolge der russischen Truppen und die günstige Lage, machten diesen Ort an der Newa zum militärischen Standort.

 

Im Jahr 1703 wurde der Grundstein für die neue Festung gelegt.

 

Zunächst wurde die Festung in holländischer Art errichtet und zu Ehren des Apostels Peter auf den Namen Sankt Piterburch getauft. Später nahm die Bezeichnung einen deutschen Klang an.

 

Da die ersten Bauten in großer Eile errichtet wurden, so war das erste Baumaterial Holz.

Die Schweden versuchten noch einige Jahre das Land zurück zu erobern.

 

Geschickte Aktionen der russischen Führung, verhinderten diese Bestrebungen. Peter der Große ließ zum Beispiel, die am Finnischen Merrbusen gelegene Insel Koltin zur Festung Kronschlot ausbauen.

 

Die Schlacht bei Poltawa im Jahr 1709 brachte dann die Entscheidung zugunsten Russlands. Ab diesem Zeitpunkt an begann die intensive Bebauung Sankt Petersburgs mit Steinbauten.

Im Jahr 1712 wurde unsere Stadt zur Hauptstadt Russlands. Es war Absicht Peter des Großen, dass sich Sankt Petersburg zur europäischsten Stadt Russlands entwickelt.

 

Zuerst wurde der Zarenhof und später die Regierung aus Moskau überführt. In wenigen Jahren erfolgte die Befestigung des Newa-Ufers mit Stein.

Um die Steinbauten in unserer Stadt zu fördern, wurden in ganz Russland die Neubauten mit Stein verboten.

 

Als im Jahr 1725 Peter der Große starb, war aus dem sumpfigen Land eine moderne europäische Stadt geworden.

 

Bauten, oftmals durch namhafte europäische Architekten geleitet, mit fortschrittlichen Ideen, brachten dem alten Russland eine Zeitrechnung.

Nachfolgerin Peter des Großen, wurde seine Tochter Jelisaweta Petrowna im Jahr 1741. Sie wurde von Soldaten und Offizieren des Garderegiments auf den russischen Thron gehoben.

Unter dieser Zarin festigte sich die politische Macht Russlands, was sich in der Architektur dieser Zeit zeigt. Es war die Blütezeit der russischen Kultur, was sich auch im sogenannten Jelisawetischen Barok zeigt.

Ein Beispiel dafür ist die Errichtung des Winterpalastes.

 

Die Zarin war von altrussischer Frömmigkeit. Dies zeigt sich in den zahlreich errichteten Kirchen und Kathedralen. Zu den bedeutendsten gehören das Smolny-Kloster und die Nikolaus-Morskoi-Kathedrale.

Nach dem Tode der Zarin, regierte ein Enkel Peter des Großen weniger als 1 Jahr das Russische Reich. Dieser Enkel mit dem Namen Peter III. ehelichte die Tochter des Herzogs von Anhalt Zerbst Sophie Friederike Auguste, welche bei ihrer Taufe den Namen Jekaterina Alexejewna (künftige Kaiserin Katharina II.) angenommen hatte.

Jekaterina Alexejewna stürzte im Juni 1762 ihren Gatten und wurde so zur Kaiserin Katharina II.

 

Die wachsende ökonomische Macht Russlands, ließ die Stadt zu einem kulturellen und wissenschaftlichen Zentrum werden. Es entstanden neue Theater, Bibliotheken und Gemäldesammlungen.

Bedingt durch die harte Politik Nikolaus I.  und im  Anschluss daran, die liberalen Regierung unter Alexander I., erfolgten die Gründungen einer Vielzahl terroristischer Organisationen.

 

Nach dem Krimkrieg und der damit verbundenen Niederlage im Jahr 1856, erfolgte eine internationale politische Isolierung Russlands.

Im Jahr 1895 nach dem Tod Alexander III., begann die Regierungszeit des letzten russischen Zaren Nikolaus II.

 

Von Jahr 1985 bis zum Jahr 1914 erfasste unsere Stadt auch die Industrielle Revolution. Zahlreiche Fabrikneubauten und die Errichtung von Massenunterkünften erfolgten. Viele Arbeiter aus den dörflichen Regionen Russlands drängen in die Hauptstadt.

 

Durch neue Stadtbezirke entwickelte sich Sankt Petersburg, zu einer demokratischeren und weniger pompöseren Stadt.

Nun wurden die Neubauten in der Stadt nicht mehr überwiegend von der Imperialen Macht bestimmt. Viele Projekte wurden nun vom Bürgertum finanziert. Eine Ausnahme bildete die Kirchenarchitektur, in der zu dieser Zeit der altrussische Stil dominierte.

 

Ein Beispiel ist die Christi-Auferstehungs-Erlöser-Kirche auch Blutskirche genannt, welche ein Prototyp der Moskauer Wassili-Blashenny- Kathedrale ist.

 

Diese wurde an der Stelle errichtet, an der Alexander II. getötet wurde.

Architekten wir Rastrelli oder Rossi prägten die Bauten zur Wende vom 19. auf das 20. Jahrhundert.

 

Im Jahr 1914 begann der 1. Weltkrieg. Russland stand zusammen mit Frankreich und Großbritannien auf der einen Seite. Da der Name Sankt Petersburg sehr deutsch klingt, wurde die Stadt in Petrograd umbenannt.

Im Jahr 1917 folgten die Februarrevolution und dann die Oktoberrevolution. So wurde schon im Jahr 1918 der Regierungssitz des Arbeiter- und Bauernstaates nach Moskau verlegt.

Nach dem Tode Lenins, bekam die Stadt den Namen Leningrad, diesen trug sie bis zum Jahr 1991. Nach einem Volksentscheid, wurde der Stadt ihr historischer Name zurückgegeben.

 

In all diesen Jahren nach der Oktoberrevolution, hat die Stadtverwaltung sich intensiv darum gekümmert, durch Restaurierungen den historischen Teil zu erhalten.

Im Großen Vaterländischen Krieg von 1941 bis 1945, wurden haupt-sächlich die Vororte zerstört. Intensive Restaurierungsarbeiten waren neben dem Neuaufbau nach dem Krieg notwendig.