Tagestour St. Petersburg - unser Ausflug nach Kronstadt

Die Festung Kronstadt liegt auf der kleinen Insel Kotlin, im östlichen Teil des Golfes von Finnland, etwa 30 km westlich von Sankt Petersburg gelegen.

 

Die Geschichte diese Insel ist untrennbar mit der russischen Marine verbunden.

Peter I. ließ die Festung Kronstadt ab dem Jahr 1703 errichten. Bereits am 07.05.1704 wurden die ersten Befestigungsanlagen fertiggestellt. Dieser Tag wird als Gründungstag der Festung angesehen. Der Bau erfolgte sehr schnell, da diese Insel als idealen Verteidigungspunkt für Sankt Petersburg angesehen wurde. Im Winter friert das Gewässer um die Insel herum vollständig zu. In diesem Winter des Jahres 1703/1704 wurden tausende Eichenstämme und Steine über das Eis zu Insel Koltin gebracht. Nur zwei schmale Fahrrinnen, welche immer bewacht waren blieben für die Schiffe.

Wenn Sie ihre Ferien in Sankt Petersburg verbringen, so können Sie diesen Aufenthalt auch mit einem Ausflug zu dem ehemaligen Militärstützpunkt Kronstadt verbinden. Kronstadt die einst für Besucher gesperrte Stadt ist ein besonderes, geheimnisvolles Erlebnis.

 

Unsere Anfahrt erfolgt über den Petersburger Damm, welcher nicht nur eine sehr gut ausgebaute Schnellstraße führt, sondern auch die Stadt Sankt Petersburg vor Überschwemmungen schützt. Der Bau dieses 25 km langen Dammes hat mehr als 30 Jahre lang gedauert (Baubeginn war im Jahr 1978 - in Betrieb genommen der Schutzwall im Jahr 2010).

Was befindet sich in Kronstadt

Alle Offiziere und Matrosen der russischen Marine haben die Bildungseinrichtungen auf der Insel Kotlin absolviert. Kronstadt war auch immer der Vorbereitungsort für Expeditionen in arktische und antarktische Regionen, sowie dem Fernen Osten Russlands.

Alle russischen Kapitäne und Navigatoren wurden in Kronstadt ausgebildet. Neben wissenschaftlichen Forschungen wurden hier auch Seefahrer für die Handelsbeziehungen in Richtung Amerika und Asien ausgebildet. Darunter waren Kruzenshtern, Bellinsgauzen, Newelskoi, Spiridov, Uschakow, Senyavin und Makarov. Im Jahr 1803 erfolgte die erste russische Weltumseglung unter dem Kapitän  Adam Johan ausgehend in Kronstadt.

 

Im zweiten Weltkrieg spielte Kronstadt bei der Verteidigung Leningrads eine herausragende Rolle.

Vorausgegangen waren im 19. Jahrhundert, gründlich durchgeführte Ausbauarbeiten der alten Festigungsanlage. In den Jahren von 1856 bis 1871 wurden die zuvor bestehenden 4 Batterien auf 7 Küstenbatterien erweitert. Alle Befestigungsanlagen wurden flach gebaut und dick gepanzert, die Türmchen mit Kanonen von Krupp ausgestattet.

Unsere Stadtführer aus Sankt Petersburg freuen sich auf Ihre Anfragen. Unsere Tagestour St. Petersburg nach Kronstadt beginnen wir bereits bei der Abholung in Ihrem Hotel. Gut lässt sich dieser Ausflug mit einer Stadtrundfahrt oder einer Stadtführung in Sankt Petersburg verbinden. Wir haben uns spezialisiert auf individuelle Stadtführungen in Sankt Petersburg. Einzelne Personen und kleinere Gruppen zeigen wir die Sehenswürdigkeiten unserer Stadt.

 

Sollten Sie eine Gruppenreisen nach Sankt Petersburg planen, so können Sie uns gern eine Anfrage zusenden. In Zusammenarbeit mit unserem Partnerreisebüro in Deutschland, ist es uns möglich für unsere Gäste komplette Pauschalreisen nach Sankt Petersburg und in das Umland anzubieten.

Die ganze Festung Kronstadt ist von einem Erdwall umgeben, welcher der stärkste Wall in ganz Europa ist. In der Geschichte Russlands konnte keine ausländische Macht diese Festung erobern.

 

Im Jahr 1917 engagierten sich die Matrosen aus Petrograd und Kronstadt aktiv als Revolutionäre. Die Rebellion der Matrosen im Jahr 1921 gegen das bolschewistische Regime wurde blutig niedergeschlagen.

Im 2. Weltkrieg wurde Kronstadt mehrfach von der Deutschen Luftwaffe bombardiert. Die Insel spielte wegen der Stationierung der russischen Seestreitkräfte eine wichtige Rolle bei der Verteidigung der belagerten Stadt Leningrad.

 

Im Jahr 1995 feierte Kronstadt das 100 Jährige Jubiläum, der Erfindung des Funkgerätes durch den Lehrer Alexander Popov in Kronstadt.

Mehr als 300 Denkmäler der Architektur, der Geschichte, Technik und Kultur gibt es auf der Insel. Fast alle haben etwas mit der Seefahrt zu tun.

Sie erreichen die Insel Koltin mit der Festung Kronstadt über den einzigartigen 25 km langen Damm. Auf diesem Schutzdamm, welcher die Stadt Sankt Petersburg gegen Überschwemmungen schützt, wurde eine 6 spurige Autobahn gebaut. Dieser Damm besteht aus insgesamt 11 Staudämmen, 2 Wasserschlössern, einen über 1,8 km langen Unterwassertunnel und insgesamt 2 km lange Brücken.

Während der Besichtigung Kronstadts, werden Sie auch die Wladimir-Kathedrale, ein interessantes Baudenkmal aus dem späten 19. Jahrhundert besichtigen.

 

Die St.-Andreas-Kathedrale, welche im Jahr 1932 gebaut wurde, befindet sich im Zentrum der Stadt, an der Ecke Sowjtskaja Straße – Lenin Allee.

Der HI. Johannes von Kronstadt war Dekan dieser Kathedrale. Er ist einer der am meisten verehrten Heiligen der russisch-orthodoxen Kirche.

 

Augenmerk sollten unsere Gäste auch einen besonderen Ort im südlichen Teil der Stadt lenken. Hier befindet sich der Kronstädter Pegel. Dieser Ort bestimmt den Nullpunkt des Meeresspiegels. Ein Ur-Maß welches das Nullniveau des Meeres in weiten teilen der Welt bestimmt.

Am Meer gelegen, im italienischen Baustyle errichtet, befindet sich die ehemalige Residenz des Fürsten Menschikow, einer der engsten Mitarbeiter Peter I. Diese Palast wird heute noch von der russische Flotte als Militärobjekt genutzt.

 

Auch auf dieser Straße befindet sich der Petrowski Park. Im Herzen des Parkes befindet sich ein Denkmal Peter I., dem Gründer der Festung. Gleich neben dem Park befindet sich die Anlegestelle für Militärschiffe.

Ein weiterer Schwerpunkt bei einer Besichtigung der Insel Koltin, ist die Marine-Kathedrale, welche in den Jahren von 1903 bis 1913 erbaut wurde. Diese Kathedrale ist all den Seeleuten gewidmet, welche ihr Leben auf dem Meer verloren haben, ein Denkmal für die Tapferkeit der russischen Seeleute.

 

Auf dem Sprungplatz befindet sich das Denkmal für den Viezeadmiral Stepan Makarov. Ein Offizier der russischen Flotte und zugleich Wissenschaftler. Der erste Eisbrecher der Welt – die Jermak, wurde nach seinen Plänen gebaut. Er war Kommandeur der russischen Pazifikflotte während des russisch-japanischen Krieges und fiel in einer Schlacht im Jahr 1904.

Wir freuen uns sehr Kronstadt unseren Gästen zeigen zu dürfen, da die Insel in der sowjetischen Zeit militärisches Sperrgebiet war. Zutritt wurde nur den dort stationierten Soldaten und deren Angehörigen mit Passierschein gewährt. Im Jahr 1996 wurde dieser Status aufgehoben. Hier sind 300 Jahre russische Entwicklung der Architektur und Kultur in Verbindung mit der Festung zu sehen.

Der Name Kronstadt wurde bewußt für diesen Ort gewählt. Der Stadt Sankt Petersburg eine Krone aufsetzen. - Kron-Stadt-.


Die Marine-Kathedrale in Kronstadt - unsere Tagestour St. Petersburg

Am 10.06.1913 wurde feierlich, in Anwesenheit der kaiserlichen Familie, die Marinen-Kathedrale St. Nikolau eingeweiht.


Am 14.10.1929 wurde die Kathedrale geschlossen, um das Gebäude als Theater, als Club und als Museum zu nutzen. Im 2. Weltkrieg, diente die Kuppel der Marien-Kathedrale als Beobachtungsposten.

Nach mehrjähriger Restaurierung, erfolgte am 28.05.2013, die erneute Weihung der Marien-Kathedrale durch den Patriarchen Kyrill und Theophilos aus Jerusalem.


Nun hat der heilige St. Nikolaus, Schutzpatron der Seeleute wieder eine Kathedrale, die in Größe, in ihrer Schönheit und in ihrer Architektur gelungen ist.

Oft werden wir gefragt, welche Touren wir unbedingt empfehlen. Gäste welche Sankt Petersburg noch nicht kennen, empfehlen wir unbedingt die Stadtrundfahrt und die Stadtführung zu Fuß. Gäste, welche sich für die Marine und die Marinegeschichte interessieren empfehlen wir unseren Ausflug nach Kronstadt, Tagestour St. Petersburg und die Besichtigung des Marinemuseums. Unsere Stadtführerinnen geben Ihnen gern Empfehlungen, welche Besichtigungen sich in Sankt Petersburg lohnen.

 

Auch die Besichtigung der neu restaurierten Marine Kathedrale ist schon ein Ausflug Wert!

In den Räumen der Marien-Kathedrale, sind diejenigen Seeleute mit ihrem Namen verewigt, die im Namen der russischen Flotte gedient und ihr Leben für das russische Vaterland gegeben haben.

Es ist auch ein Zeichen an alle fremden Mächte, dass in der Gegenwart und in der Zukunft, die russische Flotte ihre Heimat verteidigen wird.

Bereits im Jahr 1830 wurde durch den damaligen Kommandanten Admiral Rozhnova die Notwendigkeit einer Kathedrale aufgewurfen. Erst im Jahr 1987, als wieder die Frage nach dem Bau der Kathedrale des Meeres vom Kommandeur Vize-Admiral . NI Kaznakovu gestellt wurde, gab es durch den Kaiser die Zustimmung für diesen Tempel.


Die zukünfttige Kathedale sollte 5.000 Menschen fassen, dazu kam die Aufgabe, dass die Kuppel schon weit auf dem Meer für die Seefahrer zu erkennen sein sollte.