St. Petersburg besuchen

Jussupow-Palast und Isaakkathedrale ohne Auto. Dauer 5 Stunden!

Jussupow Palast
Eingang des Jussupow Palastes

Der Jussupow-Palast ist eines interessantesten Museen unsere Stadt! In diesem Palast erfahren Sie nicht nur die Geschichte einer der reichsten Familien Russlands, sondern auch die Geschichte von Grigori Rasputin.

Isaakkathedrale
Die Isaakkathedrale in Sankt Petersburg

Die Isaakkathedrale ist die 4. größte Kuppelkathedrale der Welt. Heute wird die Kathedrale als Museum der russischen Baukunst genutzt.

 

40 Jahre lang dauerte der Bau dieser Kathedrale.


Der Isaakplatz

Der Isaakplatz in Sankt Petersburg, hat sich im Laufe von zwei Jahrhunderten herausgebildet.

 

Im Jahr 1707 wurde hier die erste Kirche im Namen des heiligen Issak von Dalnatien erbaut. Das letzte Bauwerk an diesem Platz war das Hotel "Astoria", welches im Jahr 1912 errichtet wurde.

 

Der langgezogene Isaakplatz von der Newa bis zur Moika, westlich von der Admiralität gelegen, erhielt seinen Namen von der mehrmals umgebauten Isaak-Kathedrale, welche seit Anfang des 18. Jahrhunderts hier steht.

Vom Isaakplatz führte die erste Brücke über der Newa, die Isaak-Pontonbrücke von der Admiralitäts-Insel zur Wassiljewki-Insel, welche Newa und Moika verband.

 

Mit dem Baubeginn der Isaak-Kathedrale, nach dem Projekt von Auguste Montferrand gliederte sich dieser Platz in zwei Abschnitte.

In einen zur Newa gerichteten offenen Teil in Richtung des Senatsplatzes und einen zweiten Teil in Richtung Nowo-Isaakowskaja (neuer Isaak-Platz).

 

Damals bauten auf dem Isaakplatz und seiner nächsten Umgebung nur die reichsten Würdenträger ihre Stadtwillen.

Eines der bekanntesten Häuser war das Haus des Kanzlers Alexander Besborodko 1747 - 1799, welcher über ein ungeheueres Vermögen verfügte.

Er war der Prototyp des alten Grafen Busuchow im Roman "Krieg und Frieden" von Leo Tolstoi. Das Haus von Besborodko, das ein Terrain vom Isaakplatz bis zur heutigen Postamt-Straße einnahm, war für seine außergewöhnlichen Kunstsammlungen berühmt. Darunter befanden sich die heute im Weißen Saal der Eremitage ausgestellte zwei Meter hohe Sevres-Vase und der marmone Adam eine Arbeit von Falconet Gerade.

Sehenswürdigkeiten Sankt Petersburg

Bei einer Reise nach Sankt Petersburg darf die Besichtigung der Isaakkathedrale nicht fehlen. Da dieses Bauwerk im Zentrum der Stadt liegt, ist es gut möglich, diese Besichtigung mit einem Besuch einer weiteren Sehenswürdigkeit zu verbinden. Eine Möglichkeit ist die Führung durch den Jussupow Palast, mit der Rasputingeschichte.


Ob Sie individuell oder als Gruppe die Stadtführung buchen, der Erfolg einer Tour durch Sankt Petersburg, hängt sehr von der richtigen Stadtführerin ab.

Besborodko erwarb auch in der Postamt-Straße das Haus des Grafen Jagushinski, an dessen Stelle er in den Jahren um 1780 das neue Sankt Petersburger Postamt errichten ließ.

 

Architekt war N. Lwow, später im Jahr 1859 wurde das Postamt von dem Architekten Albert Kawoss umgebaut.

An der Stelle des heutigen Marienpalastes, stand bis in den Jahren um 1830, das ehemalige Schloss des Grafen Iwan Tschernyschow 1726 - 1797Tschernyschow war Gerneralfeldmarschall der russischen Flotte und Präsident des Admiralitätskollegiums. Die drei Brüder Tschernyschow, gelten heute noch als berühmte Persönlichkeiten aus der Katharinischen Epoche.

Das Haus des Grafen Tschernyschow, wurde nach dem Projekt von Jean Baptiste Vallin de la Mothe errichtet.

 

Beim Bau des Marienpalastes in den Jahren von 1839 bis 1844, behielt der Architekt Andrej Stakenschneider einen Teilbereich der ursprünglichen Mauer der Tschernyschow-Villa bei.

Von den Gebäuden des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts sind auf dem Isaakplatz, lediglich das ehemalige Haus des Kammerherren Lew Naryschkin 1733-1799, welches vermutlich in den Jahren um 1760 erbaut wurde erhalten geblieben.

 

Bekannt ist auch, dass im Haus mit der Nummer 9 die Schriftsteller Denis Diderot und Gemaine de Stael während ihrer Reise nach Sankt Petersburg Ihren Aufenthalt nahmen.

Diese Haus wurde in den Jahren von 1817 bis 1820 von dem Architekten Auguste Montferrand erbaut, gehörte dem berühmten Fürsten Alexander Lobanow-Rostowski 1788-1864.

 

Dieser Fürst, der die sehr reiche Kleopatra Besborodko geheiratet hatte, richtete in seinem Haus eine Bibliothek ein, welche zu seiner Zeit als eine der besten Bibliotheken Europas galt.

Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1840 wollte er das Haus und die Biliothek verkaufen. Kaiser Nikolaus I. erwarb dieses Gebäude für die Krone und brachte im Lobano-Rostowski- Haus mehrere staatliche Einrichtungen unter.

 

Das 19.Jahrhundert wird oft als Jahrhundert der öffentlichen Skulpturen bezeichnet, da in dieser Zeit wie niemals vorher, die Plätze der europäischen Hauptstädte mit Porträtskulpturen von Persönlichkeiten aus Politik und Kultur geschmückt wurden.

Skulpturen sollten nicht nur gestalten, sondern vielmehr eine Aussage über die dargestellte Persönlichkeit treffen. Zuvor zeigten die Skulpturen immer eine übertriebene Darstellung der ausgeübten Tätigkeit.

 

Zu dieser Reihe gehört, das in den Jahren von 1856 bis 1859 auf dem Isaakplatz aufgestellte Reiterdenkmal für Nikolaus I. Es wurde nach einem Entwurf von Pjotr Klodt auf einem Marmorsockel gestellt, welchen Monferrand entworfen hat.

 

Die allegorischen Plastiken auf dem Sockel und die ihm schmückenden Reliefs sind Arbeiten der Bildhauer Nikolai Ramasanow und Robert Saleman. Und doch ist das Denkmal in seiner Art einmalig.

Der Künstler Klodt war in der Mitte des 19. Jahrhunderts berühmt für seine Pferdefiguren.

 

Im Rahmen des kaiserlichen Auftrags, schuf Klodt dieses Kunstwerk für den Isaakplatz. Das Denkmal ist einmalig in seiner technischen Ausführung, da sich die Pferdefigur nur auf 2 Punkte stützt, was genaue Berechnungen der Ingenieure bei der Aufstellung erforderte.


In den Jahren von 1911 bis 1912 wurde auf dem Isaakplatz, nach einem Projekt des deutschen Architekten Peter Behrens das Gebäude der deutschen Botschaft mit der Hausnummer 11 errichtet.

 

Seine schwere Granitverkleidete Fassade sollte die Macht des neuen deutschen Imperiums symbolisieren. Vielleicht ist in der Architektur des Bauwerkes auch eine Vorahnung jener unheilvollen Rolle zu spüren, die Deutschland in der Geschichte spielen sollte?


Im Jahr 1908 wurde an der Ecke vom Isaakplatz zur Morskaja-Straße, durch die  Aktiengesellschaft "Palace-Hotel" der Bau eines eines neunen erstklassigen Hotels begonnen. Das Hotel Astoria öffnete im Jahr 1912 seine Türen. (Architekt Fjodor Lidval )

 

Dieses massive Hotelgebäude gab dem Isaakplatzes eine für Sankt Petersburg zu diesem Zeitpunkt untypische Schwere.

 

Die beiden bedeutendsten Bauten auf dem Isaakplatz sind zweifellos die Isaak-Kathedrale und der Marienpalast. Der Marienpalast wurde als Hochzeitsgeschenk für Maria Nikolajewna, der Liebligstochter Nikolaus I. gebaut. Sie heiratete den Herzog Leuchtenbergski einen Enkel Josephine Beauhamis der Gattin Napoleons.

Einer seiner Söhne, mit dem Namen Jewgeni ehelichte die Urenkelin Kutusows. Aus dieser Ehe, erblickte die Tochter Darja Beauhamais im Marienpalst das Licht der Welt. Ironie des Schicksals war, dass die Urenkelin der Gattin Napoleons auch die Urenkelin des russischen Feldmarschalls Kutusow war.

 

Im Jahre 1884, verkauften die Nachfahren der Maria Nikolajewna und des Herzogs Leuchtenbergski den Marienpalast an die Krone.

 

In den Jahren von 1907 bis 1908 erfolgte im Bereich des Schlossgartens, der Anbau eines neuen Saales, welcher dem Staatsrat für dessen Sitzungen diente.

Nach der Oktoberrevolution, ab dem Jahr 1917 wurden im Marienpalast verschiedene politische Organisationen untergebracht. Heute führt hier die gesetzgebenden Versammlung von Sankt Petersburg ihre Sitzungen durch.

 

Ein Teil des Isaakplatzes, vor dem Marienpalast ist von der Blauen Brücke (etwa 100 m Breite) überspannt.

 

Diese Brücke, wurde im Jahr 1842 zeitgleich mit dem Bau des Palastes, über den hier vorbei- fließenden Moika-Fluss errichtet.

 

An der Blauen Brücke steht seit dem Jahr 1971 eine Granitstele, mit einem dreizackentragenden Neptun. Auf dieser Stele, wird seit dem Jahr 1824 die Pegelhöhe der großen Überschwemmungen in Sankt Petersburg angezeigt.

St. Petersburg besichtigen

Noch vor dem Umbau der Isaak-Kathedrale in den Jahren von 1804 bis 1807 erfolgte auf der Admiralitätswiese (heute dem Admiralitäts-Prospekt) die Errichtung der Reitergarde-Manege.

 

Der Architekt Giacomo Quarenghi erbaute die Reitergarde-Manege, längs dem heute nicht mehr zu sehenden Kanal, welcher einst die Admiralität mit Neuholland verband.

 

Dieses Gebäude, Reitergarde-Boulevard 4, diente als Kaserne des Reitergarderegimentes, welches bis dahin im Taurischen Palast einquartiert war.


Im 19. Jahrhundert wurden eine ganze Reihe Gebäude errichtet, welche als Kasernen und administrativen Gebäude dem russischen Kriegsminesterium unterstellt waren. Diese Gebäude, erstreckten sich vom Isaaks- und Senatsplatz bis zur Admiralität.

 

Die Reitergarde-Manege ist ein im Plan einfacher, rechteckiger Baukörper , dessen zur Isaak-Kathedrale gerichtete Prunkfassade von dem Architekten Quarenghi wie einen altgriechischen Portikus gestaltet wurde und dessen Giebel mit drei alegorischen Skulpturen gekrönt sind.

 

Vor dem Eingang stehen auf Sockeln Dioskuren-Statuen, geschaffen in den Jahren von 1810 bis 1811 vom Bildhauer Paolo Triscomi in Italien.

 

Diese wurden im Jahr 1817 nach Sankt Petersburg gebracht. In den Jahren um 1960, wurde der gewaltige Innenraum der ehemaligen Manege als Ausstellungssaal genutzt.

Erst nach dem Bau der Manege und der entgültigen Gestalltung des Schloss - und Senatsplatzes, bekam der Abschnitt südlich der Admiralität den Namen Admiralitätsplatz.

 

Hier fanden an Feiertagen Belustigungen statt, Pavillons und Rutschberge wurden errichtet. Ende des 19.Jahrhunderts wurde zur Begrenzung des Platzes zusätzlich noch Gärten angelegt. Mit Entwicklung des Transports, verwandelte sich der Platz in eine Durchfahrtstraße, in den heutigen Admiralitäts-Prospekt.


Die Admiralität

Die Admiralität, welche mit ihrer Ostfassade auf den Schlossplatz gerichtet ist, wurde im Jahr 1704 nach den Anweisungen Peter I. in Sankt Petersburg errichtet.


Schon damals wurden in der von einem Festungswall umgebenen Admiralität, nicht nur Schiffe gebaut. Hier gab es auch eine Bibliothek, einen "Zeichensaal" in dem Schiffe projektiert wurden und ein Museum.


Das heutige von 1806 bis 1823, nach dem Entwurf von Andrejan Sacharow 1761-1811 errichtete Gebäude, wurde zu einem der Hauptsymbole Sankt Petersburgs als Seestadt.

Das erste in der Admiralität gebaute Kriegsschiff, war die im Jahr 1712 vom Stapel gelaufene "Poltawa". Dieses mit 50 Kanonen bestückte Schiff war der Stolz Peter I.


In den Jahren von 1720 bis 1730, wurde alle Gebäude der Admiralitätswerft in Stein umgebaut und die Spitze auf dem Hauptgebäude mit vergoldeter Bronze verkleidet. Für diese Vergoldung, wurden damals mehr als 20 kg Gold benötigt.


Später erfolgten weitere Umbauten auf dem Werftgelände durch den Architekten Adrejan Sacharow. Bei der Projektierung berücksichtigte Sacharow, die sich noch in der Petrinischen Epoche herausgebildete Gestaltung der Admiralität, mit ihrem langgestreckten Gebäude- körper. Der Turm mit Spitze symbolisiert die Macht des russischen Empire und seiner Flotte, deren Siege es Russland erlaubten, zu einer der führenden Seestaaten aufzusteigen.

Die Haupfassade der Admiralität ist ein drei Risalite aufgegliedert, deren zentrales Risalit ein monumentales Rundbogentor hat.


Zu beiden Seiten des Eingangs stehen zwei große Skulpturengruppen von Seenympfen, welche die Erdkugeln tragen (Bildhauer Feodossi Stschedin).


Über dem Bogentoor ist ein Basrelief angebracht, auf der die Gründung der russischen Flotte dargestellt wird. Auf dem Fries ist eine allegorische Szene mit fliegenden Glorienfiguren und Trompeten zu sehen. Neptun übereicht Peter I. einen Dreizack als Zeichen seiner Herrschaft über die See.


Über dem Bogentor erhebt sich ein zweistöckiger Turm, der an der Spitze ein Schiffchen als Wetterfahne trägt.


28 Statuen im 2. Stock des Admiralitätsgebäudes in Sankt Petersburg, symbolisieren die Elemente, die Jahreszeiten, die Göttinen und die Musen, die Beschützerinen der Wissen- schaft und des Schiffbaus.

Der Newa sind zwei langgestreckte Seitenflügel der Admiralität zugewandt, welche auf zwei Pavillons mit niedrigen Flaggenstöcke und tragenden Kuppeln hinauslaufen. Die Pavillons sind von Rundbögen durchschnitten, mit Säulen und Skulpturen gestaltet.


Einstmals gab es zwischen den Seitenflügeln des Admiralgebäudes einen Lagerplatz und einen kleinen Hafen.

In den Jahren von 1870 bis 1888, wurde dieser Hafen zugeschüttet und bebaut.


Diese nachträglichen Bauten, verdecken nun den Blick von der Newa auf den zentralen Teil der Admiralität.


Zu dieser Zeit hatte die Admiralität bereits ihre Tätigkeit als Schiffswerft eingestellt und wurde nur noch als Verwaltungsgebäude des Marineminesteriums genutzt. Im Gebäude der Admiralität, war auch die Hydrophysikalische Verwaltung und das Marinemuseum untergebracht, welches bereits seit dem Jahr 1709 Exponate sammelte.

Im Jahr 1939 wurden alle Exponate des Marinemuseums von der Admiralität in das Börsengebäude auf der Wassiljewski-Inselspitze überführt.


Auf der östlichen Seite der Admiralität, in der Nähe zum Winterpalast, wurde bereits in den Jahren um 1820 ein Schlosshafen angelegt.


Anfang des 20. Jahrhunderts, während der Rekonstruktion des Admiralitätsufers, schmückten diesen Hafen, die im Jahr 1832 geschaffenen berühmten Löwenfiguren.