Russisches Museum, Kasaner Kathedrale und Newski Prospekt


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Unseren neuen Text über den Newski Prospekt finden Sie hier.


Das Russische Museum beherbergt die Gegenstände der russischen Kunst und Kultur aus den letzten 10 Jahrhunderten. Hier können unsere Besucher die russische Geschichte studieren.

 

Bei diesem Ausflug besprechen wir die russischen Ikonen, deshalb folgt ein Besuch der Kasaner Kathedrale. In dieser wird der Gottesdienst 2 mal am Tag abgehalten. Da diese Kathedrale sich auf dem Newski Prospekt befindet, erfahren unsere Gäste einiges über die Geschichte der Hauptstraße von Sankt Petersburg.

 

Die Kasaner Kathedrale in Sankt Petersburg

Die Kasaner Kathedrale ist die einzige, unmittelbar auf dem Newski Prospekt stehende russisch orthodoxe Kirche.

 

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es auf dem Newski Prospekt eine ganze Reihe von Kirchenbauten, wie die Lutherische Kirche der Apostel Peter und Paul, die Kathodische Hl. Katharinen-Kirche und die Armenische Hl. Katharinen-Kirche.

 

Der bescheidene Anblick, der in den Jahren um 1730 von den Architekten Michail Semzow errichteten russisch orthodoxen Maria-Geburts-Kirche, entsprach nach dem Ende des 18. Jahrhunderts nicht mehr der Bedeutung der russischen Staatsreligion. In dieser Kirche, wurde im Jahr 1762 Katharina II. zur russischen Kaiserin gekrönt.

In der Maria-Geburts-Kirche befand sich damals, eine für Russland bedeutende Reliquie, die für Iwan den Schrecklichen gemalte Ikone der Gottesmutter von Kasan. Diese Ikone wurde im Jahr 1708 auf Geheiss Peter I. nach Sankt Petersburg gebracht.

 

Anfang des Krieges gegen Napoleon im Jahr 1812, wurde diese Ikone in der Kasaner Kathedrale, als Beschützerin des russischen Heeres zu einem besonderen Ort der Anbetung und Verehrung.

 

Paul I. fasste in den Jahren um 1790 den Entschluss, speziell für die Ikone der Gottesmutter von Kasan, eine Kathedrale errichten zu lassen, welche in seiner Herrlichkeit die Kirchen der anderen Konfessionen überstrahlen sollte.

 

Dafür wurde ein Wettbewerb ausgerufen, an dem solche namhaften Architekten wie Charles Cameron, Jean Thoma de Thomons, Pietro Gonzaga teilnahmen.

Im Jahr 1800 bestätigte Kaiser Paul I. das Projekt des klassizistischen Architekten Andrej Woronichin 1760-1814, eines Zöglings und Leibeigenen des Grafen Alexander Stroganow.

 

Der Architekt nahm auf Wunsch des Kaisers, den vatikanischen Petersdom in Rom zum Vorbild für den Neubau der Kasaner Kathedrale.

 

 

Dabei musste Woronichin darauf achten, dass gemäß den Kanonen des russischen rechtgläubigen Kirchenbaus, die Altarseite der Kathedrale in Richtung Osten und der Haupteingang in Richtung Westen zu orientieren ist. Außerdem musste die Hauptfassade der Kathedrale auf den Newski Prospekt, in Richtung Norden ausgerichtet sein.

Weiße Nächte - Reise nach St. Petersburg

Woronichin gelang es, die ihm gestellte Aufgabe, mit Hilfe der halbrunden Kolonnade mit einem mächtigen Portikus im Zentrum zu lösen.

 

Die zum Newski Prospekt gewendete Kolonnade, ist ein eigenständiges Bauwerk, welches nicht der Haupteingang der Kathedrale zeigt.

 

 

Der Haupteingang befindet sich auf der rechten Seite der Kathedrale, hinter einem kleinen Garten, den ein ebenfalls von Woronichin entworfenes Gitter umgibt.

 

Im Jahr 1801, legte der neue Kaiser Alexander I. in einer feierlichen Zeremonie, den Grundstein für die Kasaner Kathedrale.

 

Nach 10 Jahren Bauzeit, im Herbst 1811 wurde die Kathedrale fertiggestellt.

Nach dem Ende des Vaterländischen Krieges im Jahr 1814, wurde der große Herrführer Michail Kutusow 1745-1813 nach Sankt Petersburg überführt und in der Kasaner Kathedrale feierlich beigesetzt. Kutusow, dem der Hauptverdienst für den siegreichen Ausgang des Krieges zukam, starb in der Stadt Bunzlau.

 

Auch die Schlüssel, der von den russischen Truppen eingenommenen europäischen Städte, wurden in der Kasaner Kathedrale aufbewahrt. Seit dieser Zeit, ist die Kasaner Kathedrale ein Symbol und eine Gedenkstätte für den Krieg gegen Napoleon.

 

Im Jahr 1837 wurden vor der Kathedrale zwei Denkmäler des Bildhauers Boris Orlowski aufgestellt. Diese zeigen Kutusow und Barclay, die beiden Befehlshaber im Krieg gegen Napoleon.